Die Geschäfte sind wieder geöffnet

Die Geschäfte sind wieder geöffnet

Ab sofort (Samstag, 29. Mai 2021) sind die Geschäfte in der Wernigeröder Innenstadt und in der Altstadtpassage wieder geöffnet. Das Einkaufen ist wieder ohne Corona-Test und vorheriger Terminvergabe möglich. Grund ist die gesunkene Inzidenz im Landkreis Harz, wonach das Testen und die Termine nicht mehr nötig sind. Die Kaufmannsgilde wünscht viel Spaß beim Shoppen und Bummeln in der Harzstadt.

Modellprojekte zur Gastronomie im Harz

Modellprojekte zur Gastronomie im Harz

Nach dem Einkauf in der Außengastronomie einkehren – das kann jetzt auch wieder in Wernigerode möglich werden. (Unser Foto zeigt die Gastronomie in der Innenstadt aus der Zeit vor Corona) Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt hat am Ostersamstag dem Landkreis Mansfeld-Südharz sowie dem Landkreis Harz erste vorläufige Genehmigungen für Modellprojekte in den Bereich Gastronomie und Beherbergung erteilt. Danach kann zunächst im Landkreis Harz in Ballenstedt, Blankenburg, Falkenstein, Harzgerode, Ilsenburg, Oberharz, Quedlinburg, Thale und Wernigerode ausschließlich die Außengastronomie begrenzt bis 21 Uhr geöffnet werden. Die neun Modellprojekte sollen auf Antrag des Landkreises am 9. April starten und sind bis zum 30. April befristet. Nach dem Antrag des Landkreis Mansfeld-Südharz sollen zwei Hotels öffnen. Die beiden Modellprojekte im Bereich Beherbergung sollen am 16. April starten und sind bis zum 14. Mai befristet.

Sofern die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner zum jeweiligen Startzeitpunkt der Projekte nicht überschritten wird, dürfen die Projekte durchgeführt werden. Mitte der Woche hatten die Landkreise umfangreiche Antragsunterlagen eingereicht, zu denen auch Hygienekonzepte, verbindliche Erklärungen zur Testung und zur Nachverfolgbarkeit sowie infektionshygienische Bewertungen der konkreten Projekte seitens der jeweiligen Gesundheitsämter gehörten.

„Wir brauchen für ganz verschiedene Bereiche unseres Lebens Modelle eines sachgerechten, angepassten Umgangs mit dem Corona-Virus. Bei den seit Anfang der Woche auch in Sachsen-Anhalt möglichen Projekten geht es vor allem darum, aufzuzeigen, wie durch Gewährleistung kontrollierten Zugangs, entsprechender Tests aller Teilnehmer und digitaler Nachverfolgbarkeit mehr wirtschaftliche, kulturelle oder sportliche Betätigung wieder möglich wird. Das sind keine leichtsinnigen unkontrollierten Öffnungsschritte; es ist vielmehr die konsequente Umsetzung der Forderung nach einem Leben mit dem Virus, solange es keinen flächendeckenden Impfschutz gibt. Hier sind kreative Ansätze gefragt. Einschränkungen und Lockdown sind schließlich keine Dauerlösung,“, sagte Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann am Samstag zu den ersten Entscheidungen seines Hauses. „Wenn Modellprojekte erfolgreich verlaufen, könnten sie Vorbild sein für weitere Öffnungsschritte in Sachsen-Anhalt.“ Der Minister betonte allerdings auch, dass die Genehmigung sowie der Fortgang von Modellprojekten nicht unbeeinflusst seien vom weiteren Infektionsgeschehen. Insoweit komme es insbesondere auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Anträgen in den Kreisen und kreisfreien Städten sowie maßgeblich auf die Einschätzung der beantragten Modellprojekte durch die lokalen Gesundheitsämter an, da nach wie vor oberstes Ziel in der Pandemie sei, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten.

Kaufmannsgilde fordert Öffnungsstrategie

Kaufmannsgilde fordert Öffnungsstrategie

Die Kaufmannsgilde Wernigerode fordert eine Öffnungsstrategie für geschlossene Geschäfte. Sie hat dazu eine entsprechende Stellungnahme an die Landesregierung verfasst:

Stellungnahme der Kaufmannsgilde Wernigerode zum Entwurf der Landesregierung zu Öffnungen von bisher geschlossenen Unternehmen

Wir fordern ein festgelegtes Öffnungsdatum für den innerstädtischen Einzelhandel!
Ab sofort müssen Kunden beschränkt nach Fläche in die Geschäfte gelassen werden. Natürlich unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen (Hygienekonzept}, welche es ja bereits seit Frühjahr 2020 überall gibt. Dieses ist im Facheinzelhandel steuer- und kontrollierbar.
Im Lebensmittelhandel der großen Supermarktketten und Drogeriemärkten ist zwar die Anzahl der Einkaufswagen begrenzt, es findet aber keine Kontrolle statt – an welchem Regal sich wieviel Kunden drängeln.

Es hat sich eine extreme Wettbewerbsverzerrung entwickelt.
Supermärkte rüsten die Anzahl ihrer Warenträger auf und präsentieren Kleidung, Schuhe, Sportartikel, Heimwerkerbedarf und Blumen – um nur etwas zu nennen. Sie werben vermehrt für diese Sortimente.
Auch durch diese neue Verordnung ergibt sich die fortführende Ungleichbehandlung zwischen Fachgeschäft und Supermarkt. Es müsste Lebensmittelmärkten untersagt werden Non Food Artikel zu verkaufen.
Die erlassenen Verordnungen führen in den Fachgeschäften und kleinen Unternehmen zu extremen Existenznöten.
Zu den Soforthilfen gibt es keine klaren Strategien. Es gibt weiterhin viele Unklarheiten z. B. zur Abschreibung der Winterware.
Der innerstädtische Einzelhandel muss in erweitertem Umfang mit verlässlichen, verbesserten Konzepten und finanziellen Maßnahmen – insbesondere der Aufwendungen für Lebenshaltungskosten der Inhaber – unterstützt werden.

Natürlich müssen wir uns an Regeln halten, damit wir diese Pandemie gesund überstehen.
So kann es aber nicht weitergehen und damit muss diese Verordnung dringend überdacht und schnellstens im Sinne des kleinen Mittelstandes überarbeitet werden.

i.A. Dietmar Hanisch
Vorstand Kaufmannsgilde

Sprossen-Genossen von H&L gewinnen – Wintersprossenaktion

Sprossen-Genossen von H&L gewinnen – Wintersprossenaktion

Geschlossene Türen, verlassene Straßen, keine schlendernden Gäste – ein Bild, das wir von Wernigerode nicht kennen. Und dennoch findet man sie: die Wintersprossen. Vereinzelt stehen sie vor noch geöffneten Geschäften oder hinter den Schaufenstern, Passanten bleiben stehen um sie zu betrachten. Die Aktion Wintersprossen fand unter den Einwohnern großen Anklang. „Eine tolle Idee“, „wunderschön“, „eine gelungene Bereicherung für die Stadt, auch in Verbindung mit der neuen Beleuchtung“ heißt es in zahlreichen Rückmeldungen zu den produzierten Kurzfilmen und auch zum Gewinnspiel. Viele Teilnehmer haben sich an der Wahl der schönsten Leiter beteiligt, die durch die Volksstimme unterstützt wurde. Gewonnen haben die Sprossen des Geschäftes H&L Bekleidung. Die liebevoll gestaltete Leiter wurde oft bestaunt und entlockte vielen ein Schmunzeln. Tummelten sich doch auf ihr Zimmergenossen, Sportgenossen, Artgenossen, Spielgenossen und viele andere, die auf den Sprossen zu entdecken waren.

„Es ist zu schade, dass wir coronabedingt wieder schließen mussten und keine Siegesfeier durchführen können. Wir freuen uns aber umso mehr, dass die Aktion im kleinen Rahmen abgeschlossen wurde und wir gewonnen haben“, so die Inhaberinnen, Romy Lubert und Ilka Hoffmann-Woyde. Die Idee zu den Sprossen-Genossen kam den beiden Geschäftsfrauen einfach aus dem Reim heraus. „Wir wollten testen, wie viele Genossen wir zusammen bekommen“, so Romy Lubert mit einem Augenzwinkern. Wir bedanken uns herzlich bei dem Team des Büros des Oberbürgermeisters. Sie haben uns in den letzten Wochen nicht allein gelassen und sich für den Handel stark gemacht. So entstand auch die Kampagne, erinnert sich Kristin Dormann, Büroleiterin: „Der Weihnachtsmarkt musste abgesagt werden, die Fallzahlen stiegen: die Händler haben uns ihre Nöte geschildert und wir haben zu helfen versucht. Dabei entwickelten wir eine tolle Kampagne, mit vielen kleinen kulturellen Veranstaltungen an den Adventssonntagen unterlegt mit Imagefilmen und eben unseren Kulturleitern, den Wintersprossen. Bedauerlicherweise mussten die geplanten Aufführungen, wie vieles andere auch, abgesagt werden. Doch die Leitern blieben.“

Oberbürgermeister Peter Gaffert blickt schon in die Zukunft: „Die Aktion war so passend für Wernigerode, sie hat den Menschen Freude gemacht und uns allen in diesen schweren Zeiten einen Hingucker gegeben. Die Idee lässt sich weiterdenken, Ideen für Kulturleitern gibt es schon und warum sollte Wernigerode nicht auch seine Sommersprossen zeigen?“

Und die Stadt setzt noch einen drauf: für die schönste Sprossenleiter gibt es 500 Euro für den Mädchenchor des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums – echte Kulturleitern eben.

Allen, die sich am Gewinnspiel beteiligt haben, gilt ein großer Dank. Besonders vom großen Lob und von den freundlichen Botschaften waren die Beteiligten sehr angetan. Andreas Meling, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH, lädt drei Teilnehmer per Saisonkarte zum Dauerbesuch des Bürger- und Miniaturenparks ein. „Wir werden die Gewinner auslosen, schriftlich benachrichtigen und ihnen die Saisonkarten für den Bürger- und Minitaturenpark per Post senden.“

Unser Bild: Die schönste Wintersprosse hat das Geschäft H & L Bekleidung in der Marktstraße Vorn: Inhaberinnen Ilka Hoffmann-Woyde und Romy Lubert; h.v.l.: Oberbürgermeister Peter Gaffert, Büroleiterin Kristin Dormann, Geschäftsführer der Wernigerode Tourismus GmbH Andreas Meling © Ariane Hofmann